Deutschlehrerkurs
[ACT-T]
KURSBESCHREIBUNG:
Dieses Programm richtet sich an nichtmuttersprachliche Deutschlehrende mit Unterrichtserfahrung, die ihre methodischen, didaktischen und kulturellen Kompetenzen gezielt vertiefen möchten. Im Fokus stehen aktuelle Unterrichtsgestaltung, evidenzbasierte Didaktik und internationaler Fachaustausch.
PÄDAGOGISCHES KONZEPT UND INHALTE DES PROGRAMMS
Die Lehrendenfortbildung basiert auf einem teilnehmendenzentrierten und interaktiven Ansatz. Theorie und Praxis werden systematisch miteinander verbunden, um eine unmittelbare Übertragbarkeit in den eigenen Unterricht zu gewährleisten:
1) Sprachbewusstsein im Unterrich
– Sprachliche Sicherheit im professionellen Unterrichtskontext
– Bewusster Umgang mit aktuellen Sprachentwicklungen
– Präzise Erklärung sprachlicher Strukturen
– Reflektierte Arbeit mit Texten und Sprachmaterialien
2) Evidenzbasierte Didaktik & Methodik zeitgemäß unterrichten
– Vermittlung kommunikativer und handlungsorientierter Unterrichtsmethoden
– Differenzierte Grammatik- und Wortschatzvermittlung
– Analyse und reflektierter Einsatz von Lehrwerken
– Integration digitaler Medien, KIAnwendungen und moderner Lernplattformen
– Gestaltung synchroner und asynchroner Lernprozesse
– CLIL (Content and Language Integrated Learning)
3) Kultur & Landeskunde
– Wien als außerschulischer Lernort zur didaktischen Erschließung kultureller Inhalte
– Österreichische Kultur und Gesellschaft im aktuellen Kontext
– Politische, historische und gesellschaftliche Entwicklungen
– Gegenwartsliteratur und aktuelle Themen aus dem deutschsprachigen Raum
– Integration landeskundlicher Inhalte
Im Mittelpunkt stehen praxisorientierte Workshops, Unterrichtssimulationen und strukturierte Reflexion. Die Teilnehmenden bringen ihre eigenen Erfahrungen aktiv ein und profitieren vom kollegialen Austausch in internationalen Gruppen. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat mit Angaben zu Programmeinheiten, Lernergebnissen, Dauer und Veranstaltungsort. Die Dokumentation erfolgt gemäß den Erasmus+ Anforderungen und wird durch die Nutzung des Europass-Portfolios unterstützt.
Angewandte Landeskunde: Lernaktivitäten an außerschulischen Lernorten sind ein integraler Bestandteil des Kurses. Sie werden didaktisch vorbereitet und begleitet und dienen der gezielten Anwendung und Vertiefung der im Unterricht erarbeiteten Inhalte. Diese Einheiten sind verpflichtend und als strukturierte Lernformate konzipiert.
FÜR WEN IST DIE LEHRENDENFORTBILDUNG?
– Nicht-mutttersprachliche Deutschlehrende im Schul- oder Erwachsenenbereich
– Lehrkräfte mit Unterrichtserfahrung im Bereich Deutsch als Fremdoder Zweitsprache (DaF/DaZ)
– Lehrende, die ihre methodische, didaktische und landeskundliche Kompetenz gezielt weiterentwickeln möchten
WOCHENABLAUF (Beispiel)
Alle Aktivitäten sind als strukturierte Lernprozesse konzipiert und auf die Lernziele abgestimmt. Das Programm findet an Wochentagen von Montag bis Freitag statt.
a) Vormittag (09:00–12:15 Uhr)
– Methodik- und DidaktikWorkshops
– Unterrichtssimulationen und Praxisreflexion
– Interaktive Gruppenarbeit und fachlicher Austausch
b) Nachmittag (verpflichtender Bestandteil)
– Didaktisch strukturierte Lernaktivitäten an außerschulischen Lernorten
– Aufgabenbasierte Anwendung der Unterrichtsinhalte
– Reflexions- und Transferphasen
– Fachlicher Austausch in internationalen Gruppen
LERNERGEBNISSE
Nach Abschluss des Fortbildungsprogramms sind Sie in der Lage:
– Kommunikative und handlungsorientierte Unterrichtsmethoden gezielt einzusetzen
– Unterrichtseinheiten mit authentischen Materialien und differenzierten Aufgabenstellungen zu gestalten
– Digitale Medien, KI-Anwendungen und moderne Lernplattformen reflektiert in den Sprachunterricht zu integrieren
– Synchrone und asynchrone Lernprozesse didaktisch sinnvoll zu planen und umzusetzen
– Eigene Unterrichtsmaterialien adressatengerecht zu entwickeln und weiterzuentwickeln
– Landeskundliche, kulturelle und literarische Inhalte didaktisch aufzubereiten und in den Unterricht zu integrieren
– Die eigene Unterrichtspraxis systematisch zu reflektieren und weiterzuentwickeln
– Neue Impulse aus dem internationalen Austausch in die eigene Institution zu übertragen
PROGRAMMDAUER UND -STRUKTUR
Das Programm umfasst 1 oder 2 Wochen und ist als strukturiertes Fortbildungsprogramm konzipiert. Jede Programmwoche umfasst 25 Unterrichtseinheiten (Lektionen) und entspricht im Durchschnitt mindestens fünf Stunden Lernaktivität pro Tag gemäß den Erasmus+ Anforderungen. Die Lernzeit setzt sich zusammen aus:
– 20 Lektionen Lehrendenfortbildung, Mo bis Fr, jeweils am Vormittag
– 5 Lektionen angewandte Landeskunde und didaktisch begleitete Lernaktivitäten























